Greg Judy - USA - holistic planned grazing

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Nakati
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Re: Greg Judy - USA - holistic planned grazing

Beitrag von Nakati » 21.06.2019, 19:54

Der Vortrag ist interessant, hatte ich schon gesehen. Er geht aber nicht auf die Selektion, bzw. intraspezifische Anpassungen ein.

In diesem Artikel gehen die Autoren auf die Selektion von schwächeren (mangelernährten) Elchen durch Wölfe ein. Aber nichts von Grösse.
https://www.nrcresearchpress.com/doi/ab ... /z2012-007



Manfred
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Re: Greg Judy - USA - holistic planned grazing

Beitrag von Manfred » 22.06.2019, 09:40

Wenn man nicht alles aufhebt...
Ist schon eine Weile her. Habe etwas gesucht, kann den Artikel zur Größe der Elche aber nicht mehr finden.
Bin aber schon mehrfach auf das Thema gestoßen. Ich hoffe ich denke dran, wenn ich es wieder irgendwo lesen.
Das erste mal ist mir das vor fast 30 Jahren bei Fischen begegnet. Einfluss auf das Größenwachstum von Schleien durch die Prädation durch Hechte. War auch die einfache Logik: Wer den Prädatoren-Mäulern am schnellsten entwächst, hat die größte Chance, sich zu vermehren.

Elche als Einzelgänger haben praktisch keine Chance, vor Wölfen zu flüchten.
Sie können sich nur stellen und kämpfen oder mögl. tief ins Wasser waten, wo sie auf langen Beinen stehend eine gute Chance gegen schwimmende Wölfe haben.



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Re: Greg Judy - USA - holistic planned grazing

Beitrag von Manfred » 08.07.2019, 18:03

Greg Judy diskutiert, wie viel Weiderest erst lässt.
Es geht um den Gegensatz zwischen tierische Leistung (Zunahmen) und erwünschtem Impact.

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Re: Greg Judy - USA - holistic planned grazing

Beitrag von Manfred » 23.07.2019, 07:49

So schaut bei Greg aktuell das Futter aus, das durch den Trampelmulch gewachsen sind:





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Re: Greg Judy - USA - holistic planned grazing

Beitrag von Manfred » 10.08.2019, 16:44

Durch das Weidemanagement kommen auf Gregs Flächen die wachstumsstarken C4-Sommergräser zurück,
die vorher durch Bodenbearbeitung, Mahd und Dauerstandweide verdrängt waren.




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Re: Greg Judy - USA - holistic planned grazing

Beitrag von Manfred » 24.08.2019, 07:33

Greg Judy erzählt, wie er im Herbst durch schnelle Rotation mit, wobei er nur die Spitzen der Pflanzen abfressen lässt, damit mögl. viel Blattmasse für weiteres Wachstum erhalten bleibt, seinen stehenden Wintervorrat (Stockpile) auf den Weideflächen aufbaut.




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Re: Greg Judy - USA - holistic planned grazing

Beitrag von Manfred » 30.08.2019, 13:57

Interview und Weidetour mit Greg Judy:






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Re: Greg Judy - USA - holistic planned grazing

Beitrag von Manfred » 20.09.2019, 14:16

Greg Judy zeigt eine Fläche, auf der die Rinderherde 7 Tage vorher für einen halben Tag geweidet hat.
Er hat die Tiere nur die Spitzen der Pflanzen abfressen lassen.
Auf der Fläche entsteht so ein Vorrat für den Winter.
Die Pflanzen wurden kaum im Wachstum gebremst und haben bereits wieder deutlich ausgetrieben.
Der Weißklee hat schon wieder neue Blätter gebildet.




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Re: Greg Judy - USA - holistic planned grazing

Beitrag von Manfred » 09.03.2020, 12:26

Greg Judy über seine Winter-Weidemanagement ohne Stall, ohne Unterstand, ohne Opferflächen:

-Alle Tiere in eine Herde (er nimmt nur für einige Wochen pro Jahr die Deckbullen raus)

-Im Frühjahr nicht zu früh mit der Beweidung beginnen. Lieber länger Heu zufüttern als einem Lieb ist, damit auf den restlichen Flächen mehr Blattfläche für die Photosynthese entsteht

-Bei starkem Wachstum schneller Umtrieb und jeweils nur das oberste 1/3 der Pflanzen abfressen lassen, damit ein stehender Vorrat entsteht, die Bestockung angeregt wird und die Pflanzen immer genug Blattfläche für die Photosynthese haben und so ohne Unterbrechung optimalen Massezuwachs erzielen. Abfressen des Wiederaustriebs unbedingt vermeiden.

-Bei starker Sommertrockenheit umgehend den Viehbestand reduzieren und den Umtrieb verlangsamen

-Bei Wiedereinsetzen des Wachstums im Herbst umgehend die Rotation wieder beschleunigen. Werden die Pflanzen im Herbst zu tief abgefressen, ruiniert das den Wintervorrat. Bleiben die Pflanzen im optimalen Wachstumszustand, wachsen sie bis zum Frost.

-Im Winter 2 Umtriebe, bei denen jeweils nur 1/3 des stehenden Vorrats genutzt wird. Wenn nötig, Heu breitverteilt zufüttern (bale unrolling). Er benötigt im Schnitt einen Rundballen je Kuh je Winter.




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