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Buchkammer
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Buchtipps

Beitrag von Buchkammer » 07.04.2018, 10:46

Welche Bücher mich zum Thema geprägt haben? Vor allem:

- Der Große Weg hat kein Tor. Nahrung, Anbau, Leben von Masanobu Fukuoka
- Kompostierung und Erdenherstellung: Praxisbuch und Anleitung für Hausgarten, Landwirtschaft, Kommune und Profi von Gerald Dunst
- Die Humusrevolution: Wie wir den Boden heilen, das Klima retten und die Ernährungswende schaffen von Ute Scheub und Stefan Schwarzer


Wer sich in die Natur begibt, der lernt beim allerbesten Meister! (Erwin Thoma)

Fred
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Re: Buchtipps

Beitrag von Fred » 18.04.2019, 00:15

Zum Buch: die Humusrevolution gibt es auch eine empfehlenswerte Web-Präsenz von den Autoren Ute Scheub und Stefan Schwarzer:

http://www.humusrevolution.de

Mit Blog zum Thema und Veranstalgungshinweise. Beachtenswert das Manifest:

Regeneration ist möglich

Der Stopp der Klimakrise und die Regeneration der planetarischen Ökosysteme binnen weniger Jahrzehnte ist möglich – einfacher und schneller, als die meisten annehmen. Das ist die Botschaft dieses Buches.

Das Grundrezept:

Ersatz der Agroindustrie durch regenerative Agrikultur, Ersatz der Fossilenergie durch regenerative Energien.

Die Lösung liegt uns buchstäblich zu Füßen. Die Natur hilft uns mit dem Wunder der Photosynthese, den Kohlenstoff aus dem atmosphärischen Kohlendioxid dorthin zu bringen, wo er herstammt und nun dramatisch fehlt: in den Boden. Humusaufbau entzieht der Atmosphäre Treibhausgase, macht den Boden fruchtbar, sichert die Ernährung, erneuert das Grund- und Trinkwasser, sorgt für gesunde Pflanzen, Tiere, Menschen, regeneriert ganze Landschaften, drängt Versteppung und Verwüstung zurück, schafft Millionen sinnvoller Arbeitsstellen. Eine Win-Win-Win-Lösung. Viele Beispielprojekte im In- und Ausland zeigen, wie es geht.

Wir brauchen dafür keine High-Tech, kein gefährliches Geo-Engineering, keinen globalen CO2-Handel, keine Gentechnik, keine chemischen oder bioökonomischen Mixturen aus den Labors der Agrokonzerne. Eine rein biologische Ernährung der Weltbevölkerung ist möglich, und sie ist nötig, denn sie hilft bei der Heilung der Ökosysteme. Mehr noch: In einer Welt voller Gewaltkonflikte um Ressourcen und Millionen von Umweltflüchtlingen ist regenerative Agrikultur ein Schlüssel zum Frieden.

Den Schlüssel zu kennen reicht allerdings nicht. Das Tor zur Regeneration der Erde wird von Agrokonzernen, Großgrundbesitzern und Wirtschaftslobbyisten blockiert. Wichtiger als CO2-Handel wäre eine Landreform zugunsten von (klein)bäuerlichen Höfen, die agrarökologisch produzieren, und eine Streichung aller direkten und indirekten Subventionen für umweltzerstörende Produktion von Lebensmittel und ihren Export. Wir brauchen wahre Preise, die den ökosozialen Schaden oder Nutzen eines Produkts ausweisen.

Die global verflochtene Agroindustrie mit Konzernen wie Monsanto & Co gefährdet das Überleben der Menschheit genauso wie die Energiekonzerne. Sie muss zurückgedrängt werden zugunsten von gemeinnützigen Stiftungen und Organisationen, die in die vernachlässigte agrarökologische Forschung investieren und die Kleinbauern und vor allem Kleinbäuerinnen weltweit unterstützen.

Mit Wissen über regenerative Methoden, das alte Traditionen mit neuen Erkenntnissen verbindet, kann auf weit kleineren Flächen als bisher mehr und intensiver geerntet werden. Permakultur, Biointensivkulturen, pfluglose Bodenbearbeitung, Terra Preta, Holistisches Weidemanagement, Agroforstsysteme und weitere Praktiken weisen den Weg. Eine Region, die so wirtschaftet, kann Flächen an die Wildnis zurückgeben und gefährdeten Arten ein Refugium bieten. Denn das Artensterben gefährdet das Überleben der Menschheit inzwischen mehr als die Klimakrise.

Alle Lösungen sind vorhanden. Wir brauchen nur eine entschlossene Zivilgesellschaft, die sie durchsetzt, und Politiker, die nicht länger die Agroindustrie strukturell bevorzugen. Eine solche Agrarwende würde in Deutschland laut Umfragen von einer großen Bevölkerungsmehrheit unterstützt.

Wir brauchen einen nationalen und internationalen Zusammenschluss von Kleinbauern-, Umwelt-, Klima- und Ernährungsbewegungen. Oder um Ronnie Cummins als Mitbegründer des globalen Bündnisses »Regeneration International« zu zitieren: Es bedarf einer »massiven Graswurzelarmee von Erd-Regenerierenden: drei Milliarden Kleinbauern und Dorfbewohnerinnen, Rancher, Hirten, Waldbewohnerinnen, Stadtgärtner und indigene Gemeinden – assistiert von mehreren Milliarden bewussten Konsumenten und urbanen Aktivistinnen.«

Regeneration ist möglich – lokal, regional, national und global. Worauf warten wir noch?


Vielleicht hätte das auch eine eigene Diskussionsseite verdient ....*grübel*



mairgans
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Re: Buchtipps

Beitrag von mairgans » 18.04.2019, 14:33

hallo Fred,

stimmt schon was du schreibst bzw. reinkopiert hat.
Aber was versteht man unter regenerative Landwirtschaft? Dieses Wort ist schon fast so abgenutzt wie nachhaltig. Für mich bedeutet es mehr (Hand) Arbeit und weniger Kapitaleinsatz und arbeiten mit Hirn (nicht nur davon reden was gut wäre).
Oder was sind Kleinbauern? 5,50, 500, 5000ha? und dies schwankt von Region zu Region. Ich stelle mir immer die Frage ob wir so viel kapitalintensive Maschinen brauchen, damit wir erst ab ein paar 100 ha Leben können.
Weniger Geräte > mehr beschäftige in der LW
kleinere Geräte > weniger Bodenschäden durch Verdichtung und Brachialgewalt
usw.

Leider stimmt der Kosument an der Kassa jeden Tag ab.
Schaut mal im Bekanntenkreis, die viel fordern und was die wirklich zur Regionalität, Co2 Reduktion, Umweltschutz, gesunde Ernährung wirklich Beitragen, obwohl sie ganz was anders fordern. Dies macht mich sehr nachdenklich.
lg



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