Alternativen zum Yeomans Plow

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Manfred
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Alternativen zum Yeomans Plow

Beitrag von Manfred » 22.04.2018, 18:20

Der Yeomans Plow als wertvolles Werkzeug fürs Keyline-Farming und allgemein zur Bodenlockerung/Auflösung von Verdichtungen wird in der regenerative agriculture Szene ja oft angesprochen.

Ich bin schon länger auf der Suche nach heimischen Alternativen, wegen des Aufwands für den Import, Ersatzteilversorgung etc.

Die meisten Tiefenlockerer scheinen mir aber nicht wirklich grünlandtauglich oder die Scharform gefällt mir nicht.

Jetzt habe ich den Evers Grasnarbenlockerer entdeckt. Diese Maschine schaut vielversprechend aus:
https://eversagro.de/produkte/Woelers/G ... nlockerer/

Hat jemand von euch praktische Erfahrung damit?



Manfred
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Re: Alternativen zum Yeomans Plow

Beitrag von Manfred » 11.05.2019, 18:21

Erth Panbuster





limes
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Re: Alternativen zum Yeomans Plow

Beitrag von limes » 11.09.2019, 15:27

WBG2.jpg
WBG2.jpg (12.98 KiB) 293 mal betrachtet
Hat jemand von euch praktische Erfahrung damit?

Hab es es letztes Jahr eine Evers Vorführmaschine vor Ort zu Testen gehabt.
Leider war es schon Dezember damals und es gab schon Nachfrost. Um die Grasnarbe zu schonen wollte ich nicht direkt danach walzen und
Vertreiber dieser meinte damals man brauch eh nicht. Das war der Fehler, die Schlitzen schlossen sich bzw. die Aufwerfungen senkten sich nicht über den WInter und das Feld war sehr uneben. Ich habe nun es dieses Frühjahr gewalzt wo nachfolgend Nachfröste kamen, was zu Folge hatte, dass das Gras zum 1. Schnitt stark zurückgeworfen wurde.
Ich konnte nur den Effekt sehen, dass Schlitznähe die Erde sehr feinkrümelig war und gut roch. Ertragsmäßig war nicht viel zu erkennen. Fläche ist im Winter normalerweise staunass, aber letzten Herbst bzw. Winter war aber sehr trocken und kann es daher nicht beurteilen, ob die Bodenstruktur verbessert hat. Wird sich erst die nächsten Jahren zeigen, wenn mal wieder genügend Regen kommt.

Im Nachhein würde ich nicht mehr so tief arbeiten und gleich danach walzen. Nur zur Info: Wir haben sehr schwere Tonböden.
Man sollte darauf achten das der Untergrund nicht zu nass ist, wegen Erzeugung von Schmierschiechten und man sollte nicht zu schnell fahen 4-6 km/h, dass der Boden langsam bricht.



Manfred
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Re: Alternativen zum Yeomans Plow

Beitrag von Manfred » 11.09.2019, 21:52

Das Bild ist leider sehr klein. Ich kann kaum etwas erkennen.
Die Grasnarbe scheint sehr lückig zu sein?

War das die Maschine mit den nachlaufenden Güttler-Sternen?
Dass der Boden krümlig wird und gut riecht, ist ein gutes Zeichen. Die Belüftung der betroffenen Bereiche wurde verbessert.

Beim Yeomans-Plow fängt man normalerweise flach an und arbeitet sich dann Jahr für Jahr in versetzen Streifen etwas tiefer vor.

Meine Experimente wurden durch die extreme Trockenheit hier auch zurückgeworfen. Man kann keine objektiven Vergleiche ziehen, wenn man keine Erfahrung mit solchen Bedingungen hat.



limes
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Re: Alternativen zum Yeomans Plow

Beitrag von limes » 12.09.2019, 10:23

Hab leider kein besseres zur Verfügung, mein Smartphone hat sich vor ner Woche verabschiedet und ich hab die Bilder noch nicht sichern können.
Wiese war nicht richtig lückig, eher teilweise filzig und verunkrautet (Löwenzahn und Spitzwegerich). Wollte eigentliche dieses Jahr neu anlegen, aber bei dieser Trockenheit...
Ich hab nur noch ein Bild vom ersten Schnitt, die Schlitze sind da fast schon zugewachsen.
Mai_WGB.png
Mai_WGB.png (596.6 KiB) 264 mal betrachtet
Ja war die Maschinen mit den Prismenwalze (ähnlich Güttler). Ich habe es gewagt und nun gekauft. Möchte im Herbst wenn Wetter mitmacht ein paar Hektar testen. Was haltet ihr von zusätzlichen Einspritzen von Fermenten. Bringt das was?

Wenn man jedes Jahr versetzt fahren möchte braucht man ja ein Paralellfahrsystem (RTK??), ich kann die Schlitze vom Vorjahr kaum mehr erkennen.



Manfred
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Re: Alternativen zum Yeomans Plow

Beitrag von Manfred » 12.09.2019, 11:44

Idealerweise sollte man ja entlang der Höhenlinien fahren, um eine gleichmäßige Verteilung des sich in den Schlitzen bewegenden Wassers über die Fläche zu erreichen. Aber ob sich in unserem Klima der Aufwand dafür lohnt? Hauptsache, man kriegt das Wasser versickert, so dass mögl. nichts oberflächlich abfließt.

Für versetztes Arbeiten wäre in Parallelfahrsystem technisch natürlich optimal. Aber wirtschaftlich macht das wohl nur Sinn, wenn es eh vorhanden ist.
Ansonsten wird man ohne so ein System die alten Linien, wenn man sie nicht mehr sieht, eh nicht genau treffen und alleine dadurch auf dem größten Teil der Fläche einen Versatz erreichen.

Ich arbeite selbst nicht mit Mikroben-Präparaten. Deshalb kann ich dazu wenig sagen.
Sinn machen sie m.E. am ehesten, wenn man vorher die vorhandene Bodenbiologie untersucht und dann über speziell eingestellte Impfbrühen die zu wenig vorhanden Arten einbringt.
Wenn man mit einer Breitbandimpfung arbeiten will, wäre ein aerober Komposttee m.E. die bessere Lösung als fermentiertes Material. Wir wollen im Boden ja aerobe Zustände schaffen und die entsprechenden Arten fördern.



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